Angesichts

Die Tatsache, dass unser Leben sich nach und nach verflüchtigt, lässt uns zwei Möglichkeiten offen: Entweder, wir tun nichts, weil es sowieso keinen Sinn hätte, sich aufzuraffen und vegetieren dahin, bis das Unvermeidliche geschieht. Oder wir nehmen diese Tatsache zum Anlass, uns vollkommen zu verausgaben und das Leben so genannt zu geniessen! Alles tun, damit man am Ende nichts bereut. Beides ist eine Zumutung für die Umwelt.

Wann ist ein Gedicht gut?

Ein Text ist nicht dann vollkommen, wenn man nichts mehr hinzufügen kann, sondern dann, wenn man nichts mehr weglassen kann.«
Antoine de Saint-Exupéry

Es gibt keine Gesetze, nur Masstäbe und Kriterien dafür, wann ein Gedicht gut ist.
Kerstin Hensel ist Professorin für deutsche Verssprache und versucht zu erklären, wie es sich mit der Qualität von Gedichten verhält.
Via Tagesanzeiger.ch vom 22. Juli 2014